Stäbe

 

Zur Herstellung der Stäbe werden beide Seiten des Rohmaterials erwärmt, ausgeschlagen und gelocht. Hierdurch ist die Verbindung von zwei Riemen möglich. Sind ein oder mehrere Riemen in der Mitte zusätzlich anzubringen, werden weitere Ausschlagungen an den entsprechenden Stellen der Stäbe vorgenommen (Kapitel Mittelriemenverbindungen).

Ab einem bestimmten Abstand der Riemen zueinander ist der Einsatz von Stützrollen notwendig. Dies hat auch einen positiven Einfluss auf die Teilungsgenauigkeit. Bei Artemis ist die Gesamtlänge des Stabes maßgeblich, während bei Broekema und Broekema Beltway USA das Stockmaß als Maßstab bei der Produktion entscheidend ist. Als Stockmaß wird die Distanz zwischen der Mitte der beiden äußeren Nietlöcher bezeichnet.

Die Stahlstäbe bestehen aus warm- oder kaltgewalztem Federstahl.

Der kaltgewalzte Stahl der Klassen B oder C (Werkstoff DIN EN 10270-1 ) und S ist ein sehr harter und verschleißfester Federstahl. Er eignet sich für viele Anwendungen. Warmgewalzter Stahl 55Si7 (Werkstoff 1.0904) und Borium legierter Stahl (SB27M12CB) sind besonders für thermische Wärmebehandlungen (Härten) geeignet. Durch die erhöhte Qualität ist er besonders für hohe Belastungen zweckmäßig. Zu beachten sind die guten Schweißeigenschaften von Borium legiertem Stahl.

Durch das Erwärmen der Stabenden im Produktionsprozess verringert sich die Zugfestigkeit. Thermisch gehärtete Stähle weisen über die gesamte Stablänge eine gleichbleibende Härte auf. Der Übergang vom runden Teil zum abgeflachten Teil des Stabes führt zu einer Konvexität. Es sind verschiedene Ausführungen möglich.

Nietstäbe gibt es in gerader Ausführung, sie können aber auch nach oben oder unten gekröpft sein, mit oder ohne Antrieb über Zahnräder.

Glasfaserstäbe werden bei leichten Belastungen eingesetzt.

Stäbe aus nichtrostendem Stahl (RVS-Stäbe) werden beispielsweise auf Stabbändern in Wascheinrichtungen für industrielle Anwendungen eingesetzt.

Gummierte Stäbe sind für die Montage von Mitnehmern auf Bunkerentladebändern entwickelt worden. Die Stabgummierung sorgt für Dämpfung und geringen Verschleiß der Mitnehmer.

Die Twin-Stäbe erhalten Sie aus Federstahl, nichtrostendem Stahl (RVS) oder Glasfaser (Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Tabelle über Twin-Stäbe). Das Rohrmaterial ist ausschließlich lieferbar aus Stahl oder nichtrostendem Stahl (RVS).

Um Bänder mit viereckigem Loch herzustellen, werden Pinnen so an die Stäbe geschweißt, dass mehrere gleich große Vierecke entstehen. Auf diese Weise können Karotten, Schwarzwurzeln oder Chicorée geerntet werden. Die Stäbe bestehen aus Borium legiertem Stahl.

Agrartechnik Katalog

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